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Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich richtiggehend befreit fühlen, wenn Sie das nervende Chaos endlich sortiert und aufgeräumt haben? Aber der Weg dorthin ist schwer und der innere Schweinehund kaum zu überwinden. Nur, warum ist das so?

Vielleicht weil man beim Aufräumen die Entscheidungen treffen muss, die man vorher (bewusst oder unbewusst) vermieden hat und das auch noch im Sekundentakt. Vielleicht weil Aufräumen auch heißt, man muss (liebgewonnene) Dinge loslassen. Vielleicht aber auch, weil zu einer effizienten Aufräumaktion ein guter Plan gehört und man sich deshalb auch noch vor dem Aufräumen Gedanken machen muss. All das sind wirklich gute Argumente gegen das Aufräumen, aber vielleicht können Sie die nächsten Zeilen doch noch einmal umstimmen.

Aufräumen ist nämlich, wenn man einmal angefangen hat, gar nicht mehr so schwer. Man kommt in einen richtigen Rausch, denn das ist endlich mal eine Arbeit (ja, richtig – es ist Arbeit), bei der man das Ergebnis sofort sieht. Mit jedem abgehefteten Blatt Papier, mit jeder weggeworfenen Sache werden Sie quasi leichter und kommen Ihrem Ziel näher. Ist das nicht prima? Und erst das Gefühl, wenn man den Boden des Ablagekorbes wieder sieht oder die Arbeitsplatte in der Küche auf einmal doppelt so groß erscheint. Herzlichen Glückwunsch!

Damit der Weg zum Ziel wird, hier noch ein paar Tipps für eine gelungene Aufräumaktion:

Schaffen Sie konkrete Ablageorte

Im Büro ist es z.B. wichtig, eine systematische und logische Ordnerbezeichnung zu haben. Bitte tun Sie sich genau jetzt den Gefallen und verzichten auf Register mit Sonstiges oder Diverses. Lieber eine Unterteilung mehr und das lästige Suchen hat hier schon mal ein Ende. Zu Hause kommen ab sofort in diese eine Schublade wirklich nur noch Kochbücher und nicht noch die Haushaltsgummis und Stifte, die gerade im Weg liegen.

Beachten Sie beim Schriftverkehr die Aufbewahrungsfristen

Am besten gleich alle Ordner mit Jahreszahlen versehen, so spart man sich beim späteren Entsorgen oder dem Löschen von Dateien wertvolle Zeit.

Lernen Sie, Müll von Wertvollem zu unterscheiden

Was gestern für Sie noch überlebenswichtig war, muss es heute nicht mehr sein. Also ruhig alles, wenn Sie doch sowieso schon dabei sind, sichten und entscheiden. Danach aufbewahren und sortieren oder vernichten bzw. an jemanden weitergeben, für den genau dieses zum jetzigen Zeitpunkt wichtig ist.

Entscheiden Sie, was aufgehoben wird

Nicht immer ist es notwendig, einen kompletten Vorgang abzuheften. Oft reicht schon ein Blatt, auf dem die wesentlichen Informationen erfasst sind. Halten Sie Ihre Ordner schlank.

Entrümpeln Sie Ihre Ablage oder Ihre Schubladen kontinuierlich

Es gibt am Tag immer wieder Momente des Leerlaufs. Sei es, dass Sie auf einen Rückruf warten und bis dahin keinen neuen Vorgang mehr anfangen möchten. Oder Sie haben das Mittagessen fertig, die Kinder sind aber noch nicht von der Schule zu Hause. Prima. Das ist genau die Zeit, in der Sie einfach so nebenher ein wenig Entrümpeln können. Das Ganze dauert vielleicht nur fünf Minuten, aber es summiert sich im Ergebnis und lässt das Aufräumen nicht als unüberwindbaren Berg erscheinen.

Wehren Sie den Anfängen

Wenn Sie sich mühsam die Ordnung erkämpft haben, behalten Sie sie bitte bei. Im Büro legen Sie z.B. alle Schriftstücke die noch in Bearbeitung sind, in einen Ablagekorb. Alle anderen Vorgänge machen einen großen Bogen um den Ablagekorb. Sie werden gleich im geeigneten Ordner abgeheftet. Packen Sie sich an der Nase und stehen Sie gleich auf. Das zählt übrigens auch für Vorgänge, die für Kollegen bestimmt sind. Am besten gleich wegbringen – sie haben im Ablagekorb nichts zu suchen, stimmts?

Und auch zu Hause gibt es diese Fallen: Die Kinder brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben, die Küche ist noch nicht aufgeräumt. Da klingelt das Telefon und Besuch kündigt sich an – in fünf Minuten. Was tun Sie? Drei Wahlmöglichkeiten:

1. Sie schließen die Küchentür und bitten den Gast ins Wohnzimmer.
2. Ihnen ist es egal, was rumliegt, soll der Gast doch einfach reinkommen.
3. Sie fangen hektisch an, die herumliegenden Sachen irgendwohin zu verräumen.

Halt, halt, halt … Sie werden doch nicht wieder in alte Muster verfallen? Haben Sie aber 1. oder 2. gewählt – Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft!

So, das waren jetzt mal meine Tipps und Tricks für eine m.E. effektive Aufräumaktion.

Jetzt sind Sie dran!

Ihre Sandra Lupo